
Gioacchino Rossini
Wichtige Daten aus dem Leben von Gioacchino Rossini (1792 - 1868)
1792 Am 19. Februar in Pesaro wird das einzige Kind von Giuseppe Rossini und Anna, geb. Guidarini, geboren und am selben Tag auf den Namen Giovacchino Antonio getauft. Der Vater ist Stadttrompeter und Hornist im Orchester, die Mutter tritt als Sängerin auf.
1801 Giuseppe wird Professor di corno di caccia an der Akademie von Bologna, Gioacchino erhält Unterricht bei ihm. Er lernt auch Klavier und Viola und wirkt in Aufführungen mit. 1804 Ohne eigentliches Studium, geschult durch den praktischen Umgang mit Musik, schreibt er die "Sei sonate à quattro" für zwei Violinen, Violoncello und Kontrabass. Erstes Auftreten des zwölfjährigen Cittadino Gioacchino Rossini als Sänger und Instrumentalist.
1812 Es entstehen fünf Opern: das geistliche "dramma con cori" (Oratorium) "Ciro in Babilonia"(Ferrara), die Opera buffa "La pietra del paragone" sowie die einaktigen Farse "La scala di seta, L`occasione fa il ladro" (Venedig, Teatro San Mosè).
1822 Am 22. März in Castenaso bei Bologna Heirat mit Isabella Colbran, die er seit seiner Ankunft in Neapel kennt. In Neapel (San Carlo) wird "Zelmira" aufgeführt. Rossinis Auftreten in Wien verursacht beim Publikum einen legendären Taumel. Seine Werke erscheinen in unzähligen Bearbeitungen.
1823 Mit "Semiramide" (Venedig, La Fenice) schreibt Rossini seine letzte italienische Oper. Er erhält eine Einladung, am King`s Theatre in London mehrere alte Opern zu dirigieren und eine neue zu schreiben. Zunächst reist er nach Paris, wo er am 16. November mit einem Ehrenbankett begrüsst wird (dieses legendäre"Picknick de Rossini" wird am 29. November in einer komödiantischen Aufführung"Rossini à Paris ou Le Grand Diner" von Eugène Scribe und Edmond Mazères auf die Bühne gebracht). Die Presse berichtet in allen Einzelheiten über seinen Besuch.
1842 Nach langem Rechtstreit wird das "Stabat mater" am 7. Januar im Théatre italien in Paris uraufgeführt. - 18. März: Aufführung in Bologna unter Donizetti. Es gelingt nicht, Donizetti für Bologna zu gewinnen. Erster Besuch Verdis bei Rossini.
1855 Am 26. April verlässt Rossini Italien endgültig. Ende Mai Ankunft in Paris. Bei einem Kuraufenthalt in der Normandie Treffen mit Ferdinand Hiller, der im Jahr darauf seine "Plaudereien mit Rossini", eine der wichtigsten biographischen Quellen, verfasst.
1856 Rossini und seine Frau mieten neben der Pariser Stadtwohnung eine kleine Villa in Passy.
1859 Grundsteinlegung für eine eigene Villa in Passy. Rossini hat mehrere staatliche Aemter inne, zum Beispiel den Posten einen Inspecteur général du chant und des Präsidenten der musikalischen Regierungskommission, die den Kammerton A auf 435 Schwingungen festlegt. Als Ex-compositore und dem Konkurrenzkampf enthoben, ist er zu einer Instanz in musikalischen Fragen geworden, deren Rat von allen Seiten geschätzt wird. 1866 Besuch von Franz Liszt, der in Rossinis Salon auftritt.
1868 Am 7. Februar 500. Aufführung von "Guillaume Tell" an der Pariser Oper. Letzter "Samedi soir" am 26. September. Anfang November Operationen an einer Darmfistel. Am Freitag, dem 13. November, stirbt Rossini, nachdem er in den letzten Tagen ständig von seiner Frau Olympe und nahen Freunden umgeben war.
1902 wird Rossinis Grabmonument in der Kirche Santa Croce in Florenz eingeweiht.
